Die Geschichte der Patrouille Suisse

Am 22. August 1964 – in einem Schweizer Expo-Jahr – wurde die Patrouille Suisse gegründet. Die Idee, ein Vorführteam mit Berufspiloten aufzustellen, stammt allerdings schon aus dem Jahr 1959. Damals erhielt das Ueberwachungsgeschwader (UeG) den Auftrag, eine aus vier Maschinen bestehende Doppelpatrouille für Demonstrationszwecke zu trainieren. Geflogen wurden die Formationen mit britischen Kampfflugzeugen Hawker Siddeley Hunter F Mk 58.
Im Hinblick auf die bevorstehende Landesausstellung EXPO 64 in Lausanne und die Feiern zum 50-jährigen Bestehen der Luftwaffe wurde das Formationsflugtraining mit der Hunter-Doppelpatrouille intensiviert. Im ganzen Land fanden Jubiläumsvorführungen statt, die Hunderttausende von Zuschauern – und die Schweizer Presse – begeisterten. An diesen Festtagen entstand, in Anlehnung an die französische Kunstflugformation Patrouille de France, spontan der Name Patrouille Suisse. Im damaligen Eidgenössischen Militärdepartement (EMD) war man von der Publikumswirksamkeit des Formationsflugs überzeugt und beschloss deshalb, die Patrouille Suisse zum offiziellen nationalen Kunstflugteam zu ernennen.
Im Jahr 1965 bestritt das Team erstmals eine ganze Saison mit vier Vorführungen. In der Folgezeit wurde das Programm ständig verfeinert und die exakte Ausführung der einzelnen Figuren perfektioniert.
1970 stiess eine fünfte Maschine zur Patrouille – mit der positiven Konsequenz, dass ein noch attraktiveres Programm geflogen werden konnte. Allerdings war es dem Team damals wegen der strikten Neutralität der Schweiz noch nicht möglich, an Flugvorführungen im Ausland teilzunehmen. Dies änderte sich 1978: Die Schweizer Kunstflugstaffel wurde zum 25. Jubiläum der Patrouille de France nach Frankreich eingeladen und durfte in Salon-de-Provence ihr Können endlich auch im Ausland – und neu mit sechs Maschinen – zeigen.
In den nächsten Jahren folgten viele weitere erfolgreiche Vorführungen im In- und Ausland, zum Beispiel in Frankreich und Italien.
1991 – anlässlich der 700-Jahr-Feier der Eidgenossenschaft – erhielten die Hunter ein neues Aussehen: Die Flügelunterseiten leuchteten nun in den Schweizer Farben Rot und Weiss. Zusätzlich wurde am Rumpf auch das 700-Jahr-Logo mitgeführt. Das neue Kleid der Flugzeuge fand beim Publikum grossen Anklang.
Hawker Siddeley Hunter F Mk 58
Im Jahr 1994 flogen die Piloten der PS ihre letzte Vorführung auf dem Flugzeugtyp Hunter. Die Nachfolgemaschinen, die schnelleren und wendigeren amerikanischen Northrop F-5E Tiger II, brachten das Team nach 30 Jahren Hunter-Erfahrung auf fliegerisches Neuland. Doch die Piloten meisterten 1995 die Umstellung bestens. Das Publikum im In- und Ausland war und ist von den nun vollständig rot-weiss lackierten Flugzeugen stets begeistert. Krönender Abschluss der ersten F-5-Saison waren die zwei Vorführungen auf der Axalp anlässlich der Schiessdemonstration. Hier konnte die Patrouille Suisse demonstrieren, dass Vorführungen auch abseits von Flugplätzen möglich sind.
Seit 1996 fliegt die PS ihre zahl- und erfolgreichen Vorführungen im In- und Ausland mit einer im Tiger integrierten Rauchanlage. Diese Neuerung steigert einerseits den Showeffekt für die Zuschauer, gleichzeitig aber auch die Sicherheit für die Piloten, die sich beim Aufeinander-Zufliegen viel früher sehen können, wenn der Rauch eingeschaltet ist.

In den letzten Jahren begeisterte die Patrouille Suisse an diversen militärischen Flugvorführungen ein breites Publikum. Zusätzlich darf sie ihr Können immer öfter auch an diversen zivilen Anlässen, wie zum Beispiel an den Konzerten von Madonna und den Rolling Stones, der Ski-WM, am Lauberhorn, an der Eröffnungsfeier der Fußball-EM und am Americas Cup in Valencia, zeigen.

Northrop F-5E Tiger II

Technische Daten

Länge:
14.68 m
Spannweite:
8.13 m
Höhe:
4.06 m
Leergewicht:
4350 kg
Startgewicht:
7080 kg
Max. Startgewicht:
11180 kg
Dienstgipfelhöhe:
15590 m
Max. Zellenbelastung:
+7.3 / -3.0 g
Startgeschwindigkeit:
145 kts / 270 km/h
Landegeschwindigkeit:
155 kts / 285 km/h
Max. Geschwindigkeit:
M 1.6 / 1700 km/h
Startstrecke:
610 m
Triebwerke:
2 General Electric J 85-GE-21A
Schub ohne Nachbrenner:
3100 kg (Total)
Schub mit Nachbrenner:
4500 kg (Total)

Überführungsreichweite:
3100 km
Anfangssteiggeschwindigkeit:
174 m/s
Bewaffnung
2x20 mm Kanone M 39 / 2 x 20 mm gun M 39:
560 Schuss / Rounds

Infrarotlenkwaffen:
2 AIM-9P
Div. Aussenlasten:
3170 kg
 

 

 

 

 

Die Schweiz ist Partnerland des 820. HAFENGEBURTSTAG

Hiermit möchten sich die Aviation Friends Hamburg und viele uns bekannte Hamburger nochmals für die grandiosen Darbietungen der Patrouille Suisse ganz herzlich bedanken.

Mit freundlichen Grüßen

die Aviation Friends Hamburg und Fans der Patrouille Suisse

Die Patrouille Suisse zu Gast - vom 8. bis 10. Mai 2009 - beim 820. Hamburger Hafengeburtstag

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Ich möchte mich bei K-H. Voigt, O. Mann und O. Groening bedanken, die mir dieses Fotomaterial zur Vefügung gestellt haben.Das Copyright © 2009 liegt bei den oben genannten Fotografen.

 

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